Besser hätte der Einstand für Torge Haß auf der Trainerbank der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg kaum verlaufen können. In seinem ersten Pflichtspiel feierte Haß, der zu Wochenbeginn die Nachfolge des entlassenen Rainer Peetz angetreten hatte, mit seinem Team einen 27:25 (15:15)-Erfolg beim TSV Ellerbek. Damit hat die HSG einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der Handball-Oberliga gemacht. Als Tabellenneunter hat man sieben Spieltage vor Saisonende einen Sieben-Punkte-Puffer auf die Abstiegszone. „Das Engagement war super. Aber die Spieler waren auch in Pflicht, zu liefern. Das haben sie getan. Spielerisch haben wir sicherlich noch Luft nach oben“, sagte der neue Coach zur Leistung seiner Mannschaft beim Tabellenachten.

Vor allem der Defensive, oft die Achillesferse der Westerrönfelder in der laufenden Saison, stellte Haß ein gutes Zeugnis aus. „Wenn man nur 25 Tore kassiert, hat man nicht so viel verkehrt gemacht.“ Zumal Torhüter Daniel Schäfer zunächst noch kein entscheidender Faktor war. „Hätte er besser gehalten, wären es noch weniger Gegentore gewesen.“ Der HSG-Keeper agierte über weite Strecken der Partie unglücklich, war an vielen Bällen mit einem Körperteil dran, konnte aber die Gegentreffer nicht verhindern. „Ich hatte schon David Meurer zum Warmmachen geschickt, als bei Daniel endlich der Knoten platzte“, berichtete Haß, der für sein Festhalten an Schäfer in der Schlussphase belohnt wurde. „Da hat er mit einigen tollen Paraden mitgeholfen, dass wir zwei Punkte aus Ellerbek mitnehmen konnten.“

Unterstützung bekam Schäfer von einem starken Innenblock mit Dany Jüschke und Christopher Sawitzki. „Die haben einen tollen Job gemacht“, lobte der Coach. Zwar stand die Abwehr, doch in der Offensive hatten die Gäste zunächst so ihre Probleme und lagen deshalb nach 17 Minuten mit 8:11 hinten. Haß: „Wichtig war, dass wir in dieser Phase nicht haben abreißen lassen. Wenn du da mit vier oder fünf Toren in Rückstand gerätst, geht so ein Spiel auch mal ganz schnell verloren.“ Doch die HSG ließ sich nicht abschütteln. Beim 15:15 zur Pause war man mit dem Gegner wieder gleichauf. Ab der 40. Minute schlug das Pendel langsam in Richtung Schülp/Westerrönfeld aus. Von 20:19 setzte sich die HSG über 23:20 (47.) auf 26:22 (55.) ab. „In der Schlussphase haben die Jungs das dann konzentriert zu Ende gespielt“, freute sich Haß über „zwei verdiente Punkte“ bei seinem Debüt auf der HSG-Bank.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Schäfer, Meurer – Sawitzki, Pieper (4), Jüschke (1), Petriesas (9/5), Dau (8), Seehase, Ranft (4), Bünger, Kohnagel (1), Walder.

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 26.02.2018.

   
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